Wandern: Das deutsche Mittelgebirge für Amateure und Profis
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- Amazon-Verkaufsrang: #93729 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2006-08-24
- Originalsprache: Deutsch
- Einband: Broschiert
- 219 Seiten
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Sie wollen ausgehen? Wandern? Gut, wonach steht Ihnen der Sinn? Auf ein „Drama der Arbeiterbewegung in fünf Akten“, ein „tragikomisches Dramolett“ oder eher auf ein „Lustspiel mit Chören“? So lauten einige der theatralischen Untertitel zu insgesamt 15 Wandertouren, die Manuel Andrack in seinem Taschenbuch mit dem schlichten Titel Wandern zusammengestellt hat. In diesem Stil geht es weiter: Unter den Schlagworten Personen, Schauplatz, Aufführungslänge, -dauer und Programmheft finden sich schließlich genauere Beschreibungen zu Touren im Rurtal, Hainich, am Rhein und an vielen anderen Orten. Konkrete Infos, lustig verpackt.
Dieses Konzept ging schon bei Andracks erstem Wanderbuch Du musst wandern. Ohne Stock und Hut im deutschen Mittelgebirge auf. Dass es auch beim Nachfolger aufgehen wird, liegt vornehmlich an zwei Umständen. Zum einen läuft das Thema Wandern in Deutschland zur Zeit extrem gut. Ständig werden neue Wanderwege eröffnet, immer mehr Leute entdecken diese Art des Naturerlebnisses (wieder). Und zum anderen hat es Andrack als intellektueller Stichwortgeber und kichernder Gesprächspartner von Harald Schmidt längst zu einer bundesweiten Bekanntheit gebracht, die kein Wandervogel- und Naturfreundepräsident je erreichen könnte. Auch wenn der Titel „deutscher Wanderpapst“ übertrieben ist: Andrack hat sich in der Szene einen guten Namen gemacht, wird er doch nicht müde, die Vorzüge des (gemütlichen) Wanderns zu preisen.
So witzig die Beschreibungen der 15 Touren durch deutsche Mittelgebirge, ja selbst durch Bayern (Andrack ist Kölner), mit selbstgemalten Skizzen sowie mit Verkehrsschilder-Einschüben und Liedtexten auch sein mögen, manchmal wirkt der Wille zum ulkigen Ton etwas gekünstelt. Doch echte Wanderer werden ohnehin eher die kleinen Tipps zu ästhetischen und sportlichen Höhe- und Tiefpunkten am (textlichen) Wegesrand schätzen. Im Unterschied zu objektiven Atlanten geht Andrack da mitunter schonungslos ins Gericht. Passagen wie „Das 70er-Jahre-Restaurant und die Aussichtsterrasse so groß wie der Rote Platz verleihen dem Ort den Charme einer Raketenabschussbasis“ oder „Endlos zogen sich die Pfälzer Forstwege, öde und nervtötend“ sind keine Seltenheit in diesem Buch -- wohl aber in der Gesamtheit von Wanderbüchern.-- Christian Haas
Pressestimmen
"Die Presse über Du musst wandern: Manuel Andrack erweist sich als der Thomas-Bernhard-Typ, dem es mit seinem Spezi Hennetmair ja auch vor allem darum ging, sich wieder einen richtigen Hunger für die nächste Mahlzeit zu erlaufen." (taz)
"Kaum vorstellbar, dass ein Leser nach der Lektüre dieses Buches nicht einen Rucksack kauft und sich auf den Weg macht." (Trierischer Volksfreund)
Kurzbeschreibung
In »Wandern« bekommen Sie das komplette deutsche Mittelgebirge und noch mehr! Mehrere 1000 Kilometer Wanderwege ziehen sich durch die deutschen Mittelgebirge. Es gibt Qualitätswege und Fernwege, Naturschutzgebiete und Nationalparks. Wer soll da noch den Überblick behalten? Der »deutsche Wanderpapst«, wie ihn die internationale Wanderpresse taufte, testet, ob das angeblich schönste Wanderland der Welt wirklich etwas taugt. Glühend heiße Tage im australischen Outback überstanden, eine Tour quer durch die Sahara gemacht. Mit dem Motorrad gleich mehrere Jahre unterwegs gewesen. Den Kilimandscharo bestiegen. Die Welt umsegelt. In der Antarktis knapp der Schneeblindheit entgangen. Auf dem Jakobsweg Santiago de Compostela erreicht. Den Mont Ventoux mit dem Fahrrad bezwungen und natürlich zu Fuß nach Moskau gegangen. Nichts davon hat Manuel Andrack zu bieten. Er lief nie Gefahr, dass ihm seine Zehen erfroren wären oder der Sauerstoff knapp wurde. Die Wege waren meist markiert, und religiöse Ziele verfolgte er auch nicht. Er wollte eigentlich immer nur wandern - annehmbare Herausforderungen, keine Grenzerfahrungen. Oder stimmt das vielleicht nicht? Er erzählt von Wanderungen, die lebensrettende Operationen überflüssig machten und von Basketballkörben am Rheinsteig. Und viele haben sich schon gefragt: Was sind eigentlich Flusstalwanderbahnen, und was hat es mit der erotischen Komponente beim Wandern auf sich? Und wie verhält man sich richtig auf einer Winterwanderung? Auf vereisten Wegen und durch endlose Schneeverwehungen - da lassen sich auch Gedanken an Schneeblindheit und Gott nicht länger verdrängen. Alles dazu im neuen Andrack. Und ganz entscheidend: Wie schlug sich Andrack bei der Wander-WM in Österreich? Mit vielen Fotos und Zeichnungen
Kundenrezensionen
Heitere Wandererlebnisse mit Lerngefahr.
Herr Andrack hat hier exemplarisch, aus subjektiver Sicht, Touren ausgewählt, die verschiedene Facetten des Wandervergnügens aufzeigen. Alle sind sehr kurzweilig, ja geradezu heiter geschildert. Missliebigkeiten werden dabei nicht ausgespart, nichts erscheint geschönt oder aufgesetzt, man riecht das wirkliche Erleben. Und ganz nebenbei lernt man einiges Interessante, was nicht unbedingt zur Allgemeinbildung zählt (z.B. Geschichte und Aktivitäten der 'Naturfreunde'). Obwohl sehr kurz, finde ich das Büchlein außerordentlich gelungen.
Kein typischer Wanderführer und das ist gut so!!!
Jetzt mal ganz neutral, ich bin weder Andrack-Fan noch Hasser. Ich habe mir das Buch geholt, weil ich neben den zahlreichen Wanderführern einfach mal Geschichten von einem leidenschaftlichen Wandersmann hören wollte und genau das sollte man auch wissen - dieses Buch ist KEIN Wanderführer und kein Wanderroman. Es ist eher ein Wandertagebuch mit Erlebnissen, persönlichen Eindrücken und Empfindungen des Autors, schön verpackt in Witz und ehrlicher Kritik.
Ich selbst wohne in der Nähe von Elmstein, der Gegend, die wohl im Buch die schlechteste Kritik bekommen hat. Aber ich muss dazu sagen, dass diese gerechtfertigt ist. Andrack hat schließlich nur eine ausgewiesene (=empfohlene)Tour des Pfälzer Wandervereins gewählt. Wenn diese Route nur über Waldarbeiterwege führt und einfach nichts Interessantes zeigt, kann Andrack wohl das in Form einer gelangweilten Kritik vermerken. Ich selbst bin von meinem Heimatwald begeistert, aber auch nur, weil ich meine eigenen Wege und Empfehlungen von anderen Wandersleuten nachgehe.
Zitat: KEIN Wanderführer, KEIN Wanderroman, sondern ein Wandertagebuch im Stil, wie es auch Hape mit "ich bin dann mal weg" verwendet hat.
Genial!
Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen! Ich bin begeisteter Wanderer und wandere seit einiger Zeit die Touren des Rheinsteig, daher hat mich das Buch besonders angesprochen! Es ist sehr bildhaft geschrieben, so dass man das Gefühl hat während der Touren anwesend zu sein!
Und als Andrak-Fan sowieso ein Muss!!!



