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Meine Saison mit dem FC: Ein Bildungs,- Reise,- Liebesroman

Meine Saison mit dem FC: Ein Bildungs,- Reise,- Liebesroman
Von Kiepenheuer & Witsch

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  • Amazon-Verkaufsrang: #77678 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2005-05-30
  • Originalsprache: Deutsch
  • Einband: Taschenbuch
  • 245 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Aus der Amazon.de-Redaktion
Marius Ebbers trifft zum 2:1. Wild schwenken Kölner Fans rot-weiße Fahnen. Viva Colonia, der FC ist wieder erstklassig! Manuel Andrack ist mittendrin und tanzt Pogo. In Meine Saison mit dem FC hält der Schlachtenbummler seine Eindrücke fest. Ergebnis ist eine unterhaltsame Nachlese aller Kölner Pflichtspiele. Teils protokollarisch und analytisch, teils emotional und -- wie sich das für einen echten Fan gehört -- parteiisch schreibt Andrack. Eine Kölner Kaderanalyse, Ergebnisse und Tabelle jedes Spieltags sowie bunte Randnotizen runden das feine Fußballbuch ab. Oder wussten Sie, dass in der Saison 2004/2005 nördlich der Linie Ahlen-Cottbus keine Zweitligastadt lag?

669 Kilometer reist der Kölner bis Cottbus. Über die Tore von Fußballgott Podolski jubelt der FC-Fan nicht nur dort. Bloß 72 Kilometer sind es bis Aachen. Im Tivoli-Stadion genießt Andrack, wie „der heiße Atem der Zuschauer die Akteure antreibt“. Und der Schlachtenbummler war mittendrin, als seine Geißböcke in Fürth führten. Verpasst hat der Fußball-Anhänger nur das erste Heimspiel gegen Cottbus sowie das Auswärtsspiel in Burghausen. Hierzu kann der Rezensent einige Details nachtragen. Und zwar landeten die Kölner mit einer Propeller-Maschine, wahrscheinlich eine Dornier 328, auf dem Regionalflugplatz Eggenfelden. Es wartete bereits der FC-Mannschaftsbus, um die Fußballer nach Burghausen zu bringen. Dort stießen sich die Geißböcke ihre Hörner ab.

Manuel Andrack spricht die Sprache der Fans. Sein Buch ist auch deshalb ein Volltreffer, weil es zeigt, dass Fußballer nette Jungs sind -- nicht so wie die wenigen Krakeeler, die vor dem Spiel besoffen in der U-Bahn grölen. Sein Saison-Rückblick freut natürlich vor allem Kölner Anhänger, bestens geeignet ist er aber für alle (Zweitliga-)Fußball-Fans. Und vielleicht gibt’s ja am Ende der nächsten Saison ein Buch über den FC in der ersten Liga. Denn einen „34er“ machen, also ausnahmslos alle Spiele im Stadion ansehen, will Andrack eh noch. Wenn’s seine Frau erlaubt. --Herwig Slezak

Kurzbeschreibung
... doch dieses Mal ist er nicht gewandert: Ein Jahr lang begleitete er seinen Lieblingsverein durch die zweite Fußballbundesliga. Entstanden ist ein Reisebericht (Wo liegt bitteschön das Stadion von Energie Cottbus?), ein Fußballkrimi (Werden sie den Aufstieg schaffen?), eine Charakterstudie (Sind das richtige Hooligans?) und eine Liebeserklärung: an den 1. FC Köln und seine Fans. Seit 20 Jahren ist Manuel Andrack bekennender Fußballfan. In der vergangenen Saison stieg sein Lieblingsfußballklub zum dritten Mal in die zweite Liga ab. Manuel Andrack beschließt, dass gerade jetzt ein Liebesbeweis vonnöten ist. Er will in der Saison 2004/05 jedes Spiel des 1. FC Köln live im Stadion sehen. Wie Tim Parks in »Eine Saison mit Verona« begleitet er von nun an einen der beliebtesten Vereine Deutschlands – egal, ob es nach Dresden oder nach Unterhaching geht. Es wird eine Reise in Städte und Stadien, die nicht in der »Sportschau« auftauchen. Im Fanbus und -zug erfährt er nicht nur, was Fans alles ertragen und erleiden, sondern auch die Fan-Geschichten – jede ist eine besondere, und doch ähneln sie sich alle in der Hingabe an den Fußball. Wie sieht man als Fan ein Spiel, wenn das Herz bis zum Halse schlägt und für Taktik und spielerische Finessen im Kopf kein Platz mehr ist? Und warum kommen selbst in einem Spiel an einem lausigen Freitagabend gegen Erzgebirge Aue noch 35.000 Zuschauer ins Müngersdorfer Stadion? Niemals zuvor sind so viel Menschen auch zu Zweitliga-Spielen gegangen, Manuel Andrack ist einer von ihnen.

Der Verlag über das Buch
Manuel Andrack war wieder unterwegs …


Kundenrezensionen

Ganz müder Abklatsch2
Am Anfang des Buches begründet Andrack seine Motivation für diese Niederschrift mit der Lektüre von Tim Parks' "Eine Saison mit Verona". Leider kann der Autor mit seinem schriftstellerischen Vorbild nicht mithalten - weder in Sachen Schreibe, noch in Sachen Spannung. Parks scheint auf seiner ersten Ausfährtsfahrt mit Hellas Verona, ohne überhaupt das Stadion betreten zu haben, schon mehr erlebt zu haben, als Andrack in einer gesamten Spielzeit. Meine Saison mit dem FC liest sich wie ein 240-seitiger Spielbericht, angereichert duch die teils ganz netten Kommentare des Autors. Aber spätestens wenn Andrack sich zum dritten Mal über den Schiri hermacht, nur um danach wieder zu betonen, dass er die Situation als neutraler Beobachter dann aber doch ganz anders gewertet hätte, wird's langweilig. Von einem Erlebnis-Roman hat das Buch daher herzlich wenig - und das liegt bestimmt nicht daran, dass in den Stadien, Fanbussen und Kneipen der 2. Liga nichts los wäre. Es sei denn, man befindet sich auf der Haupttribüne, reist mit dem VIP-Liner an und nächtigt im Spielerhotel.

Jaja, is' schon!4
Man merkt, dass Manuel Andrack jetzt viel Zeit hat, wo er nur zweimal die Woche mit seinem Chef auf den Schirm muss. Da schreibt er einfach mal nebenher ein Buch.
Andrack berichtet gewissenhaft über seine Erlebnisse als Zeuge von gut dreißig Saisonspielen des ganz unbezweifelbar ersten Klubs am Rhein. Spieltag für Spieltag - und mit kleinen Einschüben wie dem Bericht von der Jahreshauptversammlung.
Die Stärke dieses Buches ist, dass Manuel Andrack seine Geschichten ziemlich unverkrampft rüberbringt. Nicht oberlehrerhaft; mit Liebe für den Verein, aber genug Distanz und Ironie, um die im FC-Umfeld übliche Selbstherrlichkeit zu vermeiden. Trotzdem macht der Autor richtigerweise klar, das in Deutschland kein Verein einen Vergleich mit dem FC in Sachen Unvergleichlichkeit bestehen könnte. Wobei man bemerken muss, dass das für Fans natürlich immer für den eigenen Verein der Fall ist.
Inhaltlich ist das Buch keine Offenbarung. Wer weiß, was in einem Fussballstadion los ist und was nicht, wird nicht viel Neues erfahren. Trotzdem ist es nett zu lesen und verärgert oder überfordert den geneigten Leser nicht. Einige Ausflüge in die Welt dessen, was Konrad Beikircher "simmeliere" nennt (in etwa: zielloses Gedankenschweifenlassen), sind Geschmackssache.
Vom Stil her erinnert das Buch ein bisschen an Nick Hornbys Standardwerk "Fever Pitch", was allerdings mindenstens fünf Stufen besser ist als dieses flott heruntergeschriebene Büchlein.
Das Buch ist zu empfehlen für FC-Fans unter 50, die gerne die Harald-Schmidt-Show sehen und bereits dem Stehplatzblock entwachsen sind.
Für Nicht-FC-Fans ist es ziemlich sinnlos, dieses Buch zu kaufen - es sei denn sie liebäugeln damit, den FC zu ihrem Lieblingsverein zu erheben.

Ein muss für jeden FC-Fan...5
Aber auch andere Fussballfan sollten es lesen. Für kleines Geld bekommt man von Manuel Andrack einen witzigen, amüsanten Saisonrückblick auf die 2. Liga-Saison 2004/2005 des 1. FC Köln. Es zeigt dem Leser, dass die Fan-Szene nicht nur aus Hools besteht, sondern zeigt die richtigen Fans, die für Ihre Mannschaft alles geben und kilometerweit fahren um ihr Team zu unterstützen.
5 Sterne von mir. Ich hoffe Herr Andrack versucht in der nächsten Saison seinen 34er zu schaffen und schreibt darüber. Möglicher Titel "Meine Saison mit dem FC - Die Rückkehr in die Buli-Spitze" :-)