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Deutschland umsonst: Zu Fuss und ohne Geld durch ein Wohlstandsland

Deutschland umsonst: Zu Fuss und ohne Geld durch ein Wohlstandsland
Von Michael Holzach

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  • Amazon-Verkaufsrang: #165764 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 1993
  • Originalsprache: Deutsch
  • Einband: Taschenbuch
  • 248 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Kurzbeschreibung
Der Klassiker: Deutschland aus ungewöhnlicher Perspektive

Ohne Geld wanderte Michael Holzach durch ein Land, in dem sich alles um Mark und Pfennig dreht. Angewiesen auf seine Füße, einen guten Riecher und die mitleiderregenden Augen seines Hundes Feldmann, schlug er sich durch die Welt der Seßhaften und erlebte die Bundesrepublik Deutschland aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Sechs Monate Landstraße, nicht alltägliche Begegnungen mit deutschem Alltag und mit sich selbst, Abenteuer und Entbehrungen.

Über den Autor
Michael Holzach, 1947 in Heidelberg geboren, studierte Sozialwissenschaften in Bochum. Als Reporter bei der ZEIT in Hamburg befasste er sich vor allem mit den Problemen sozialer Randgruppen. Seit 1978 arbeitete er als freier Schriftsteller. Über sein Jahr bei den deutschstämmigen Hutterern in Nordamerika schrieb er sein erstes Buch: "Das vergessene Volk" (Hoffmann & Campe, 1980). Bekannt wurde er durch seinen Aussteigerbericht Deutschland umsonst - Zu Fuß und ohne Geld durch ein Wohlstandsland, in welchem er seine Erlebnisse auf den Landstraßen Deutschlands um 1980 wiedergibt.


Kundenrezensionen

Ein noch immer lesenswertes Reisebuch4
Ich habe dieses Buch auf dem Kölner Trödelmarkt gekauft. Wie so vieles, was es dort zu kaufen gab, ist auch die Geschichte, die es erzählt, schon reichlich in die Jahre gekommen. Aber wie so vieles, was in die Jahre gekommen ist, noch durchaus gut sein kann, handelt es sich auch bei dem vorliegenden Buch auch ein ganzes Menschenalter nach seinem Erscheinen noch um einen durch und durch lesenswerten Reisebericht.
Was ist der Plot? Im Alter von gut Dreißig Jahren bricht der junge Michael Holzach als bereits arrivierter Reporter ohne einen Pfennig in der Tasche von Hamburg aus auf, um auf einer 2.500 km langen Tour durch Deutschland zu wandern. Was er dabei erlebt, kann als Zeitdokument über die Befindlichkeiten der alten Bundesrepublik gelesen werden, wenn man will auch als ein Märchen, das die Erlebnisweisen dieser emotionsbewegten Aufbruchszeit (man könnte auch sagen: die Vorurteile ) gut widerspiegelt Natürlich verschließt der Pfarrer dem armen Michael die Türe, natürlich wird er in der Landkommune freundlich aufgenommen. Aber trotzdem frappieren insgesamt die genauen Beobachtungen des Wandersmanns, Holzachs Sprache ist unprätentiös und treffend, und das Buch ist an keiner einzigen Stelle langweilig. Besonders ins Herz schließt der Leser dabei den Hund Feldmann, der seinen Herrn auf der ganzen Reise begleitet. Um so tragischer mutet es an, dass der Autor im Jahre 1983 kurz nach seinem 36. Geburtstag ertrank, als er seinen Hund Feldmann aus einem Fluss retten wollte.

Ein Buch das bleibt - und das bewegt5
Von seinem Hund "Feldmann" begleitet, zeichnet Michael Holzach mit seinem Bericht seiner Wanderung ein faszinierendes Bild von Deutschland - er kommt in Obdachlosen-Unterkünften unter, begegnet Menschen, übernachtet in Gartenhäuser und nimmt Einblick in so ferne und doch so nahe Welten. Aufgebrochen ohne Geld in der Tasche führt in sein Weg 2500 km quer durch Deutschland - von Hamburg bis an den Bodensee und zurück.
Zwei Zitate: "Mein kleines Gartenhäuschen sollte meien Arche werden ..."; "Die zahlreichen Prachtkarossen vor dem Landschulheim hatten mich gleich ahnen lassen, dass ich ausgerechnet zum Altschülertreffen ehergeraten war ...". Miniaturen eines Landes.
Ein beeindruckendes Buch, das bleibt und das bewegt. Ein Klassiker unter den Reiseberichten. Wie er wohl im Jahr 2008 ausfallen würde?

Knapp, aber doch präzise...5
...schildert Michael Holzach, ehemaliger ZEIT-Redakteur, die Erlebnisse seines Ausbruchs vor sich selbst, der ihn auf eine lange Reise, von Hamburg quer durch Deutschland und zurück zwangen. In teilweise persönlichen, teilweise objektiven Beobachtungen schildert er das Leben eines Ausbrechers, der mit dem Wohlstand nicht mehr klarkommt, auf der Straße und auf dem Weg nach irgendwo. Oft haken autobiografische Bücher am Ende, da eine erlebte Situation nur schwerlich romanreifes Material für einen spannenden Ausgang liefert. Holzach schafft es, den roten Faden während seines Berichts nicht zu verlieren und findet trotzdem ein gutes Ende, an dem man sich nur stört, dass die Erzählung nun vorbei ist.
Habe das Buch dreimal gelesen und werde es aller Voraussicht nach noch weitere drei Male lesen, da es einen nach dem Lesen nicht mehr loslässt und die Finger immer wieder zum Buch im Regal greifen werden! Wäre man nicht so in sich selbst gefangen, möchte man unbedingt selbst auf die Straße und das Erzählte nacherleben... eine wahres Kultbuch!!!