Eisfieber
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- Veröffentlicht am: 2007-04-10
- Originalsprache: Deutsch
- Einband: Broschiert
- 465 Seiten
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Supergau im Kreml! Was bei Oxenford Medical niemand auch nur zu denken wagte, ist eingetreten. Ein durchgeknallter Laborant hat aus dem Kreml, wie das Hochsicherheitslabor in der Nähe von Edinburgh liebevoll genannt wird, ein Kaninchen entwendet. Nicht wirklich Erwähnenswert, wäre das Langohr nicht mit Madoba-2 infiziert, einem noch tödlicheren Verwandten des berüchtigten Ebola-Virus. Nach dem grausamen Ansteckungstod des Diebs beginnt eine hektische Schadensbegrenzung. Toni Gallo, die schöne Ex-Polizistin und Sicherheitschefin bei Oxenford, fühlt sich schuldig am Geschehen. Frank, ihr Ex, ein Polizist, sieht seine Chance zur Rache gekommen und Osborne, ein schleimiger Medienmensch, predigt die baldige Pest in Schottland! Und Weihnachten steht doch vor der Tür.
Polizei auf dem Laborgelände, eine Vorstellung, die nicht zu Kits Plan gehörte. Hatte doch der missratene und hochverschuldete Spross des Firmengründers Stanley Oxenford selbst die Idee, die Alarmanlagen zu deaktivieren, um in den Besitz des hochbrisanten Stoffes zu kommen. Weihnachten auf dem nahe gelegenen Familiensitz. Ein nächtlicher Ausflug in die Labors, unterstützt von dem dubiosen Gangstertrio Nigel, Elton und Daisy. Schließlich die Übergabe an den unbekannten Auftraggeber. Auf einen Schlag wäre Kit seine Spielschulden los. Doch in Schottlands schlimmstem Schneesturm seit Jahren kommt der große Coup gewaltig ins Schleudern. Schöne Bescherung! Ken Follett , ausgewiesener Großmeister solch unterschiedlicher Genres wie Die Nadel und Die Säulen der Erde, hat einen merkwürdigen Zwitter vorgelegt, der nicht alle britischen Leser überzeugte. In der Tat: Bio-Terrorismus, Familiendrama mit zehn Beteiligten und unzähligen Binnen- und Liebesgeschichten -- hier können auch weniger begnadete Erzähler in die Knie gehen. Spätestens jedoch im zweiten Teil zündet der altbekannte Follett-Turbo. Ein Glanzstück nebenbei: Unter dem niedlichen Namen „Daisy“ hat der Autor einen wahrhaft beängstigenden Charakter geschaffen, eine gepiercte weibliche Kampfmaschine, unter deren Tritten kein Knochen heil bleibt. Am Ende (und hier glühen die Spannungsdrähte fast durch), treffen Gut und Böse in Steepfall, dem Anwesen der Oxenfords bei einem wahnwitzigen Schnee-Showdown aufeinander. X-mas perdu! Eine Familie beginnt, bis aufs Blut zu kämpfen. --Ravi Unger
Kurzbeschreibung
Ein tödliches Virus verschwindet aus einem privaten Forschungslabor. Für die junge Sicherheitschefin Toni Gallo ist dies eine Katastrophe. Sie ahnt nicht, dass der Dieb aus dem engsten Kreis um den Firmengründer Stanley Oxenford kommt. In dessen verschneitem Landhaus im schottischen Hochland entbrennt ein dramatischer Kampf, bei dem mehr auf dem Spiel steht als ein einzelnes Leben...
Klappentext
Ein tödliches Virus verschwindet aus einem privaten Forschungslabor. Für die junge Sicherheitschefin Toni Gallo ist dies eine Katastrophe. Sie ahnt nicht, dass der Dieb aus dem engsten Kreis um den Firmengründer Stanley Oxenford kommt. In dessen verschneitem Landhaus im schottischen Hochland entbrennt ein dramatischer Kampf, bei dem mehr auf dem Spiel steht als ein einzelnes Leben ...
Kundenrezensionen
Temporeich!
Kein beschauliches Weihnachtsfest für Toni Gallo. Die junge Sicherheitschefin von Oxenford Medical, einer kleinen pharmazeutischen Firma in der Nähe von Edingurgh, hat an allen Fronten zu kämpfen. Proben eines noch nicht ausgereiften Antivirus sind aus dem Hochsicherheitslabor verschwunden. Sobald die Presse Wind davon bekommt, setzt ihr ein aufdringlicher Reporter zu und ihre alte Mutter wartet darauf, für die Festtage aus dem Heim geholt zu werden.
Derweil braut sich über Oxenford Medical größeres Unheil zusammen. Kit, Sohn des Firmenchefs Stanley Oxenford, ist durch Spielschulden erpressbar geworden. Er hilft gedungenen Dieben in das Firmenlabor einzudringen und gefährliche Viren zu entwenden, die in den Händen der dunklen Auftraggeber zu einer tödlichen Gefahr werden können.
Der Coup gelingt, doch die Verbrecher haben nicht mit den widrigen Wetterbedingungen gerechnet. Ein Schneesturm ungeahnten Ausmaßes macht das Erreichen des kleinen Flughafens, wo die Ware übergeben werden soll, unmöglich. Einzige Zuflucht in der Wetterhölle: Das Landhaus von Stanley Oxenford, wo bereits dessen Großfamilie zur gemeinsamen Weihnachtsfeier angereist ist. Mit im Gepäck: Reichlich Gier, Mißgunst und unverarbeitete Konflikte........
Routiniert beschreibt der Autor Charaktere und Szenen. Das Szenario vor dem er dies tut, die Entwendung und drohende mißbräuchliche Verwendung gefährlicher Virenkulturen ist glaubhaft und hochaktuell.
Die Spannung dieses Buchs resultiert aus der Zusammenführung mehrerer Handlungsstränge in dem engen Zeitrahmen von 48 Stunden hin zu einem einzigen Ort, wodurch Follet ein mörderisches Tempo erzeugt. Den fünften Stern gebe ich nicht, weil die Auflösung von alledem dann für meinen Geschmack etwas zu kurz und glatt erfolgt.
Fazit: Sicherlich nicht Follets bester Roman, aber ein tempo- und spannungsreicher....tja...Bio-Thriller....Psycho-Thriller...äh...ein Familiendrama??? Von allem etwas. Bilden Sie sich ein eigenes Urteil!
Lesen lohnt sich auf jeden Fall!
Leider nur Mittelmaß!
Das Buch Eisfieber von Ken Follett, handelt vom Diebstahl eines tödlichen Virus und der Jagd nach den Verbrechern, die das Virus entwendet haben. Grundsätzlich ist das Buch sehr gut geschrieben. Follett versteht es wie immer, eine unglaubliche Spannung entstehen zu lassen, wodurch man ein Kapitel nach dem anderen verschlingt. Der Leser kann sich gut in den Roman hineinversetzen, denn auch atmosphärisch lässt das Buch keine Wünsche offen und ist super geschrieben! Der Inhalt ist gut verarbeitet worden und der Autor verstand es die Geschichten, Orte und Personen gut zu verknüpfen, wodurch es zu keinem Zeitpunkt schwerfällig oder übertrieben unglaubwürdig wirkt.
Leider ist die Thematik und der Inhalt etwas ausgelutsch. Die gesamte Handlung spielt sich innerhalb von drei bis vier Tagen ab und in einem kleinen Umkreis von Schottland. Der Anfang gestaltet sich zwar als äußerst spannend, hat aber mit dem Ausgang des Romans nicht übermäßig zu tun. Vieles ist absehbar oder sogar etwas einfallslos. Das Ende kommt eher plötzlich und bietet keinerlei Überraschungen, sondern ist viel mehr ein absehbares Happy End. Dass Terroristen die Welt mit einem Virus betrohen wollen, ist ja nicht gerade das neuste Szenario eines Romans.
Insgesamt kann ich sagen, dass der mittelmäßige Inhalt oder die Handlung, perfekt verarbeitet worden ist.Ken Follett beweist sein literarisches Können, verarbeitet aber nur mittelmäßiges Material. Wer also einen, mit Spannung gespickten, Roman ohne beßondere Tiefe sucht oder ein Ken Follett Fan (wie ich) ist, der kann ohne Bedenken zugreifen. Ansonsten empfehle ich erst zu anderen Büchern von Follett zu greifen!
So schlecht nun auch wieder nicht!
Ja, es stimmt, Eisfieber ist sicher nicht das beste Buch von Ken Follet, aber so schlecht wie es hier zum Teil bewertet wurde, ist es nun auch wieder nicht.
Eigentlich ist Eisfieber ein ganz typischer Ken Follet Roman, gerade weil er wieder einmal überraschend anders und untypisch ist. Und genau das zeichnet für mich Ken Follet aus: Dass er eben nicht so leicht in eine bestimmte Schublade zu stecken ist, dass er durch die gesamte Bandbreite der Belletristik schreiben kann und doch niemals langweilt. Seine Bücher, gleichgültig ob historische Romane, Agenten-, oder Weltkriegs- oder Wissenschaftsthriller, sind immer gut recherchiert, spritzig geschrieben und hochgradig unterhaltsam.
Mit Eisfieber hat er einen spannenden Thriller geschrieben, der dazu noch eine nette Love Story und eine einfühlsame Familiensaga ist. Für mich eine absolut gelungene Mischung.
Ich habe Eisfieber in Englisch gelesen und kann die Kritik am Niveau der Sprache nur als Kritik an einer schlechten Übersetzung werten. Follets Sprache ist wie immer, knapp und doch sehr präzise - aber das ist nun mal sein Stil und auch in Eisfieber ist dieser Stil zu finden, weder schlechter noch besser als in seinen anderen Büchern. Eben einfach Follet!
Zusammenfassend ist Eisfieber ein sehr gutes Ken-Follet-Buch, schnell gelesen, leicht zu verdauen, für mich rundum zufrieden stellend und bedenkenlos weiter zu empfehlen.



