Die Spur der Füchse
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- Amazon-Verkaufsrang: #6281 in Bücher
- Veröffentlicht am: 1996-10-29
- Originalsprache: Deutsch
- Einband: Taschenbuch
- 288 Seiten
Aus der Amazon-Redaktion
Kurzbeschreibung
Binnen weniger Stunden in London: Ein tolldreister Millionenraub wird verübt, ein hoher Politiker begeht einen rätselhaften Selbstmordversuch, ein Großkonzern wird in letzter Minute vor dem Konkurs gerettet, und ein Unterweltboß erlebt ein blutiges Fiasko. Als ein junger Reporter dieses Netzwerk aus Korruption und Gewalt entwirrt, wird er zum Schweigen gebracht. Denn selbst die Presse ist nur eine Figur im teuflisch-genialen Plan eines Finanzhais - der Operation Obadja.
Klappentext
Binnen weniger Stunden in London: Ein dreister Millionenraub wird verübt, ein hoher Politiker begeht einen Selbstmordversuch, ein Großkonzern wird in letzter Minute vor dem Konkurs gerettet und ein Unterweltboss erlebt ein blutiges Fiasko. Als ein junger Reporter dieses Netzwerk entwirrt, wird er zum Schweigen gebracht. Denn selbst die Presse ist nur eine Figur im teufl ischen Plan eines Finanzhais - der Operation Obadja.
Autorenportrait
Ken Follett, 1949 in Wales geboren, von Beruf Journalist, wurde mit seinem Thriller -Die Nadel- weltberühmt. Brillante Erzählkunst verbindet sich in seinen Büchern mit fundierter Sachkenntnis.
Kundenrezensionen
EIN MILLIONENCOUP
Bereits in einem seiner ersten Romane beweist Ken Follett sein schriftstellerisches und dramaturgisches Können, das ihn letztendlich zu einem Bestsellerautor werden ließ.
Die Story:
Eine echte Hauptfigur, einen echten Helden, hat diese Geschichte nicht. Bei den Hauptprotagonisten handelt es sich um Felix Laskie, Vertreter der Hochfinanz, um Tony Cox, Synonym für mafiose Kriminalität und um Arthur Cole und Kevin Hart, die den Journalismus verkörpern. Die Handlung spielt in London. Felix Laskie ist Inhaber einer kleineren Bank und Intimkenner der Finanzwelt. Tony Cox hat sich durch kriminelle Machenschaften in höhere Gefilde der angesehenen Gesellschaft "hochgearbeitet". Arthur Cole ist Nachrichtenredakteur der Evening Post; Kevin Hart ein junger Nachwuchsreporter dieses Blattes. Laskie und Cox haben sich mehr zufällig in einer Nachtbar Cox' kennengelernt und seit dem ihre Beziehung behutsam aber konstant aufgebaut. Um sich gegenseitig von ihrem jeweiligen Einfluß zu überzeugen, gehen sie einen "Deal" ein. Cox verspricht Laskie die Information, wer die Bohrrechte für das letzte Erdölfeld der Nordsee zugesprochen bekommt, zukommen zu lassen, bevor dies noch der Öffentlichkeit verkündet wird. Im Gegenzug dazu soll Laskie Cox über die Fahrtroute eines Geldtransportes unterrichten. Um seinen Teil zu erfüllen, muß Laskie nur seine Beziehungen spielen lassen. Cox erfüllt seinen Teil der Abmachung mittels Erpressung eines Politikers. Wie eine Kettenreaktion passieren dann aber Dinge, die nicht so vorhersehbar waren. Fazit:
Dafür, daß es einer der ersten Romane Follett`s ist, ist man doch über dessen dramaturgische Dichte und Komplexität des Plots auf nur 288 Seiten erstaunt. Meines Erachtens kommt der recht knappe Erzählstil der Story nur zu Gute und unterstreicht damit eigentlich nur ihren jounalistischen Charakter. Gleichzeitig kommt er auch der Glaubwürdigkeit und Authentizität der Geschichte zu Gute. Alles in allem ein spannend, schnell und gut zu lesendes Buch mit einer interessant konstruierten Story (im positiven Sinne!).
Besonders wertvoll an der Taschenbuchausgabe von Bastei Lübbe (11. Auflage, 2004) ist das Vorwort des Autors. Ken Follett verrät darin, daß er das Buch 1976 unter dem Pseudonym "Zachary Stone" (wie auch "Der Modigliani-Skandal") geschrieben hat. Er hält das Buch für das beste seiner Ersten und zieht von den Formalien und der Entwicklung des Plots her deutliche Parallelen zu seinem etwas später erschienenen Bestseller "Die Nadel". Ein hochinteressantes und für Follett-Fans unentbehrliches Vorwort, weil sich der "Meister" einmal selbst zu seinen Büchern (insbesondere "Die Nadel") ausläßt! Nur Schade, daß der Verlag es versäumt hat, mitzuteilen, von wann dieses Vorwort datiert.
Viel Spaß beim Lesen!
Nette Lektüre für zwischendurch
Wie schon Der Modigliani-Skandal", so gehört auch Folletts drittes Werk Die Spur der Füchse" eher zu den unbekannten Büchern aus der Feder des Walisers. Und beide haben noch weitere Gemeinsamkeiten. Auch diesen veröffentlichte er zuerst unter dem Pseudonym Zachary Stone und wohl die meisten hätten ihn ebenfalls nicht auf Anhieb als einen Roman von Follett erkannt.
Der Aufbau ähnelt dem von Der Modigliani-Skandal" sehr. Eine einzige, echte Hauptfigur gibt es nicht. Vielmehr bekommt der Leser die Handlung aus der Sicht von verschiedenen Charakteren erzählt. Zudem erstreckt sich der Plot auf nur einen Tag. Jede Stunde beschreibt in kurzen Kapiteln die Geschichte der einzigen Figuren, weshalb sich Kinofreunde unwillkürlich an Jacky Brown" oder Pulp Fiction" erinnert fühlen, wobei es hier um ein vergleichsweise eher unspektakuläres Thema geht: Ein angesehener Politiker wird vom Londoner Unterweltboss Tony Cox erpresst und dazu gebracht, zu verraten wer das letzte Erdölfeld in der Nordsee zugesprochen bekommt. Noch bevor dies in der Öffentlichkeit verkündet wird, leitet Cox die Nachricht an Felix Laski, Inhaber einer kleineren Bank und Intimkenner der Finanzwelt, weiter. Dieser kauft das begünstigte, bisher marode Unternehmen auf und gibt Cox im Austausch Informationen über die geplante Fahrtroute eines Geldtransporters. Ein beinahe perfekter Coup, denn Kevin Hart und Arthur Cole, Journalisten der Evening Post, sehen die Zusammenhänge und versuchen ihrerseits einen Vorteil aus dem Ganzen zu ziehen. Wie in einer Kettenreaktion passieren dann aber Dinge, die für alle Beteiligten so nicht vorhersehbar waren.
Obwohl es sich hier um eines der frühen Werke des Walisers handelt (im selben Jahr geschrieben und veröffentlich wie Die Nadel"), überrascht die dramaturgische Dichte und Komplexität des Plots auf den wenigen 288 Seiten. Der Erzählstil ist sehr knapp gehalten und unterstreicht damit ihren journalistischen Charakter. Zusätzlich wird dadurch das Tempo hoch gehalten, so dass man sich relativ schnell in den glaubwürdigen und authentischen Figuren verliert. Da stört es gar nicht so sehr, dass Spannung im eigentlichen Sinne Mangelware bleibt, denn Die Spur der Füchse" ist nicht wie angepriesen, ein packender Thriller, sondern vielmehr eine gut durchdachte und interessant konstruierte Milieustudie des Londons der mittleren 70er Jahre. Irgendwie bekommt man als Leser das Gefühl, dass Folletts Ideen nicht so weit von der Wahrheit entfernt sind und es eine derartige, hier beschriebene Verbindung zwischen Journalismus, Hochfinanz und Verbrecherwelt durchaus gegeben haben mag. Und wahrscheinlich immer noch gibt. Interessant ist auch Folletts Vorwort, in dem er selbst zu seinem Werk Stellung nimmt und erklärt, warum es für eins der besten seiner frühen, unbekannten Bücher hält. Sein Lob hier in allen Ehren, bleibt Die Spur der Füchse" dennoch weitesgehend Mittelmaß.
Insgesamt ein kurzweiliges, gut zu lesendes Buch, zu dem der Leser im Gegensatz zum zähen Modigliani-Skandal" sofort einen Zugang findet und bis zum Schluss, der etwas vorhersehbar geraten ist, gut unterhalten wird. Nette Lektüre für zwischendurch, die allerhöchstens für Follett-Fans als Muss zu bezeichnen ist.
Ein solides und interessantes Buch
Mit dem nicht gerade umfangreichen Roman "Die Spur der Füchse" zeigt sich Ken Follett noch von einer etwas anderen Seite - zumindest wenn man seine neuesten Werke kennt und sie damit vergleichen will. Und diese andere Seite ist nicht unbedingt schlechter, im Gegenteil. In diesem Werk geht es für Ken Follett'sche Verhältnisse um ein recht unspektakuläres Thema, zumindest auf den ersten Blick. Es dreht sich alles um den zu Beginn des Romans vollführten Millionenraub und dessen Verwirrungen und Vertuschungs- bzw. Aufklärungsversuche. Wirklich genial ist die Tatsache, dass man als Leser aus der Sicht von verschiedenen Charakteren die Handlung erzählt bekommt - was bei so einer Konstellation mit "Guten" und Bösen" ziemlich interessant ist. Auch wenn das Buch schnell gelesen bzw. verschlungen ist, die Geschichte ist wirklich packend und spannend geworden. Follett hat es hier einfach geschafft den Leser bei Laune zu halten, ich habe das Buch an zwei Abenden gelesen, für mich eine kleine Sensation. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)



