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Auf den Schwingen des Adlers: Tatsachen-Thriller aus dem Iran

Auf den Schwingen des Adlers: Tatsachen-Thriller aus dem Iran
Von Ken Follett

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  • Amazon-Verkaufsrang: #22848 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 1986-02-25
  • Originalsprache: Deutsch
  • Einband: Taschenbuch
  • 506 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Kurzbeschreibung
Teheran, 1978: Noch regiert der Schah, aber die islamischen Revolutionäre um Khomeini gewinnen immer mehr Einfluß. In dieser gespannten Situation werden zwei amerikanische Manager ohne Angabe von Gründen verhaftet. Ihr Leben schwebt in höchster Gefahr. Um die beiden Gefangenen aus ihrer bedrohlichen Situation zu befreien, schickt ein texanischer Multimillionär seine "Adler" in den Iran ...

Klappentext
Teheran 1978: Noch regiert der Schah, aber die Straße gehört bereits den islamischen Revolutionären. In einem Vorort von Paris wartet der Ayatollah auf seine triumphale Rückkehr. Zwei amerikanische Spitzenmanager werden ohne Angabe von Gründen verhaftet. Ihr Leben ist in höchster Gefahr. Ein texanischer Multimillionär schickt seine »Adler« in den Iran. Ihr Auftrag: »Befreit die Männer um jeden Preis!«

Autorenporträt
Ken Follett, 1949 in Wales geboren, von Beruf Journalist, wurde mit seinem Thriller -Die Nadel- weltberühmt. Brillante Erzählkunst verbindet sich in seinen Büchern mit fundierter Sachkenntnis.


Kundenrezensionen

Spannend und typisch amerikanisch4
Ken Follett beschreibt die Befreiung zweier US-Spitzenmanager des persischen Tochterfirma des amerikanischen EDS Konzerns aus iranischer Haft während der Revolution gegen den Schah 1978. EDS war der erste IT-Dienstleistungskonzern und gehörte damals dem texanischen Milliardär Ross Perot, der in weiterer Folge das Unternehmen an General Motors verkaufte und als konservativer Präsidentschaftskandidat der "Reformpartei" 1992 George Bush Senior vermutlich den 2. Wahlsieg kostete. EDS wurde damals beschuldigt, einen Großauftrag im Iran nur durch Bestechung bekommen und keine adäquate Leistung erbracht zu haben, worauf die beiden Manager quasi als Geiseln schuldlos inhaftiert wurden. Ross Perot setzt alles in Bewegung , um in einer typischen "Holt unsere Jungs da raus" Aktion die beiden Manager zu befreien. Die ganze Aktion ist äußerst packend erzählt und liest sich wie ein spannender Krimi. Positiv beeindruckt die munitiöse Darstellung der Ereignisse, die akribische Recherche der Handlung. Ebenso spannend sind die Schilderungen des Revolutionsgeschehens. Was etwas weniger gefällt ist die Tatsache, das bei der Befreiung zum einen sehr stark der Zufall Regie führt und zum anderen wesentliche Schritte zur Rettung von iranischen Mitarbeitern der EDS ausgeführt werden, das Buch sich aber bemüht aus Gründen der Spannung und Leserschaft die amerikanischen Retter zu Helden hoch zu stilisieren. Auch die Story von der blütenweisen Weste von EDS im Zusammenhang mit der Bestechung erscheint dem Leser - warum auch immer - etwas blauäugig. Berücksichtigt man, dass die ganze Handlung auf Tatsachen beruht ist diese unglaubliche, tolle Story aber sicher lesenswert und verdient vier Sterne, ansonsten wären es wohl drei geworden.

Grandios geschrieben. Spannung pur.5
Ein echter Ken Follett, ohne Zweifel. Und dann noch eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten basiert. Eine gute Mischung. Es wird sehr anschaulich beschrieben, wie explosiv die Stimmung im Iran kurz vor dem Sturz des Schah gewesen sein muss. Und mit welchen Schwierigkeiten viele westliche Frauen und Männer aus dem Iran geflohen sind weil ihr Leben akut in Gefahr war und wie viel Glück die beiden Hautpersonen in diesem Roman hatten, mit dem Leben davon gekommen zu sein. Zusätzlich muss ich noch sagen, auch ich stehe dem Menschen Ross Perot kritisch gegenüber, vor allem, was seine politischen Ambitionen in den USA angeht, aber doch: Hut ab. Keiner, auch die allmächtige US-Regierung haben auch nur ein Finger gerührt, um Perots Angestellte zu retten. Also hat er das in die eigene Hand genommen, Profis engagiert und letztendlich seine Mitarbeiter heile aus dem Iran geholt.

Sehr empfehlenswert für Freunde des Tatsachenthrillers5
Ich persönlich finde das Buch sehr gelungen, wenngleich man mir Parteilichkeit vorwerfen könnte, habe ich doch zu allen Werken des Großmeisters Ken Follett eine gewisse Affinität.
Zur Story: der herzensgute Multimilliardär Ross Perot versucht Ende der 70er Jahre auf eigene Faust zwei seiner leitenden Angestellten, die im Iran grundlos in Gefangeschaft geraten sind, zu befreien. Zu diesem Zweck bildet er eine Task Force, die sich aus Firmenmitarbeitern zusammensetzt und unter der Führung eines erfahrenen Kriegsveteranen steht. Dies alles geschieht vor dem Hintergrund der Revolution im Iran, deren Ziel es ist, den verhassten Schah aus dem Land zu vertreiben und durch den Ayatollah Khomeini zu ersetzen. Dessen antiamerikanische Politik brachte das Fass erst zum Überlaufen, sprich: war maßgeblich verursachend für die Gefangennahme der beiden Manager. In einer aufwändigen und nervenzehrenden Rettungsaktion gelingt letzten Endes die Flucht aus dem sich in einem Bürgerkrieg befindenden Iran.
Akribisch zeichnet der Autor die Vorgänge von Anfang an nach. Geradezu detailverliebt präsentieren sich auch die zahlreich wiedergegebenen Dialoge, die in allen Fällen von den Protagonisten gegengelesen wurden und somit Anspruch auf höchste Authenzität erheben. Zwar bleibt die Action etwas auf der Strecke, doch wäre es sicher nicht von Vorteil gewesen, eine tatsächlich geschehene Handlung durch phantasievolle Ausschmückungen aufzupeppen. Andererseits versteht es Follett sehr gut, Spannung aufzubauen, die den Leser durch das ganze Buch begleitet. Und von dieser Spannung lebt das Buch, gepaart mit dem Wissen, dass die Geschichte tatsächlich so passiert ist. Die übertrieben heroische Darstellung von Perot und seinen Mitstreitern könnte etwas Anlass zu Punktabzügen geben, doch sehe ich für meinen Teil gelassen darüber hinweg, ist doch die Glorifizierung der guten Amerikaner ein wichtiges Stilmittel im ewig währenden Kampf Gut gegen Böse. Tom Clancy hat übrigens den selben Stil. Daran stört sich keiner, wenn es auch „nur“ fiktive Romane sind.
Fazit: ein spannender Tatsachenthriller, den ich nun bereits zum x-ten Mal gelesen habe. Die detaillierte Wiedergabe lässt die Handlung noch realistischer erscheinen. Wenn man Follet vorwirft, er verliere sich in Einzelheiten, so kann ich nur sagen: Lieber ein gut recherchierter Tatsachenbericht als ein schlecht gemachter Action-Reißer in dem tausend Zweifel zutage treten. Und von dieser Sorte gibt es wahrlich genug. Dann doch lieber den guten alten Ken Follett, dessen Schreibstil auch aus der schlechtesten Geschichte ein gutes Buch werden lässt.