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Die Nadel

Die Nadel
Von Ken Follett

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  • Amazon-Verkaufsrang: #1628 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 1988-11-25
  • Originalsprache: Deutsch
  • Einband: Sondereinband
  • 416 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Buch der 1000 Bücher
Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Nadel
OT The Eye of the Needle OA 1978 DA 1979Form Agentenroman Epoche Moderne Gegenwart
In seinem ersten großen Bestseller nutzt Follett das populäre Interesse an zeithistorischen Stoffen, besonders aus dem Zweiten Weltkrieg, für eine spannungsbetonte Erneuerung des traditionellen englischen Agentenromans.
Inhalt: Im Jahr 1944 planen Briten und Amerikaner die Invasion in der Normandie und zugleich ein gigantisches Täuschungsmannöver, das den Deutschen eine andere Angriffszone suggerieren soll. Der einzig hoch qualifizierte deutsche Geheimagent, ehemaliger Offizier mit dem Decknamen »Die Nadel«, dem sogar Hitler persönlich vertraut, hat die Täuschung entdeckt und versucht mit Fotodokumenten die deutsche Heeresleitung zu überzeugen. Ein U-Boot soll ihn vor der schottischen Küste aufnehmen und zurückbringen. Auf seiner Flucht durch Großbritannien begeht er skrupellos mehrere Morde. Währenddessen rückt ihm die britische Spionageabwehr MI5 immer näher. Für die operativen Einsätze ist der ehemalige Scotland-Yard-Kommissar Bloggs zuständig. Am Ende seiner Flucht gerät die »Nadel« mit einem Fischerboot in einen Orkan, der ihn an den Strand von Storm Island wirft. Auf der Insel lebt Lucy mit ihrem Ehemann David, einem Jagdflieger, der bei einem Autounfall beide Beine verloren hat. David entdeckt das Geheimnis der »Nadel« und wird in einem Kampf getötet. Während die Verfolger die Spur der »Nadel« aufgenommen haben und sich dem Eiland nähern, gelingt es Lucy, den Eindringling von der Felsenkante in den Tod zu stürzen. Die Täuschung der deutschen Heeresleitung und des Führers gelingt, die Invasion kann beginnen. Der Epilog zeigt Lucy und Bloggs 1970 als glückliches Großelternpaar. England hat gerade ein Fußball-Weltmeisterschaftsspiel gegen die Deutschen verloren.
Aufbau / Wirkung: Follett scheint zunächst ein traditionelles Muster des Spionageromans aufzugreifen, das nach Graham R Greene und John R le Carré bereits als eher überholt galt. Die historische Konfrontation Großbritannien-Deutschland wird als Kampf zwischen Gut und Böse gestaltet, auf eine Problematisierung der »eigenen« Seite fast völlig verzichtet.
Der Kunstgriff, der entscheidend zum Bestsellererfolg des Romans beitrug, ist jedoch die Kombination mit Handlungselementen anderer populärer Genres – insbesondere des historischen Romans, des Polit- und Erotik-Thrillers sowie der Horror-Story. Dadurch werden verschiedene Leserinteressen bedient und zusätzliche Spannungselemente eingebaut. Ähnlich wie auch in Frederick R Forsyths Bestseller Der Schakal von 1971 – ist die Kombination eines historischen Rahmens (Invasion 1944) und authentischer Figuren (Churchill, Hitler, Rommel) mit einer erfundenen »Geheimgeschichte«, die dem Leser die »wahren« und dramatischen Ursachen des allgemein bekannten historischen Geschehens verspricht. J. V.

Pressestimmen
"Ein unglaublich packend und gut geschriebenes Buch. Ganz eindeutig einer der besten Spionageromane der Nachkriegszeit." (Kölnische Rundschau)

Kurzbeschreibung
April 1944. Die Invasion steht unmittelbar bevor. Um den Deutschen eine Landung bei Calais zu suggerieren, haben die Briten mit Gummipanzern, Pappflugzeugen und potemkinschen Kasernen das größte Täuschungsmanöver aller Zeiten in Südostengland inszeniert. Diese Geisterarmee ist so geschickt in das Funk- und Meldesystem der alliierten Streitkräfte eingewoben, daß selbst Canaris’ Abwehrapparat sie für echt hält. Denn was Canaris nicht weiß: Seine Spione in England sitzen hinter Gittern und funken nur Spielmaterial - bis auf einen: Henry Faber, genannt “die Nadel”. Lange vor dem Krieg nach England eingeschleust, hat er es verstanden, unentdeckt zu bleiben. Und ihm gelingt das Unmögliche: Er kommt den Engländern auf die Schliche und enttarnt das Unternehmen “Fortitude”. Aber das Schwierigste steht ihm noch bevor: Er muß sein Beweismaterial in die Hände des deutschen Generalstabs bringen. Sein Fluchtweg quer durch Großbritannien wird zur blutigen Spur ...

"Ein unglaublich packend und gut geschriebenes Buch. Ganz eindeutig einer der besten Spionageromane der Nachkriegszeit." Kölnische Rundschau


Kundenrezensionen

Ein leichtfüßiges, kurzweiliges Werk, das ich immer wieder gern lese5
Nachdem sein Roman "Der Modigliani-Skandal", den Follett unter dem Namen Zachary Stone veröffentlichte, noch wenig bis keine Beachtung auf dem internationalen Buchmarkt gefunden hatte, gelang ihm im selben Jahr mit dem Thriller "Die Nadel" der große Coup und Durchbruch. Und wer beide Bücher gelesen hat, für den ist diese Entwicklung mehr als logisch.

Zwischen "Der Modigliani-Skandal" und "Die Nadel" liegen schriftstellerische Welten. Letzterer gehört bis heute zum Besten was der walisische Autor auf Papier gebracht hat. Die Story ist schnell erzählt:

Frühjahr 1944. Die Briten haben im Südosten Englands ein riesiges Täuschungsmanöver auf die Beine gestellt, das die Deutschen in den Glauben lassen soll, die geplante Invasion des Festlands durch die Alliierten solle in der Umgebung von Calais stattfinden. Henry Faber, bester deutscher Spion und seit Ende 37 im Land, kommt dahinter und versucht nun mit allen Mitteln diese möglicherweise kriegsentscheidene Information der Heeresleitung in Berlin zukommen zu lassen. Doch ein früh von ihm verübter Mord in London hat den britischen Geheimdienst auf seine Fährte gebracht und ein Rennen gegen die Zeit und um das Überleben beginnt.

Klingt spannend? Ist es auch. Von Seite eins an bin ich in diese Story abgetaucht, war nach nur wenigen Minuten geistig im England der 40er Jahre angekommen und wurde bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Follett zeigt hier erstmals, was ihn im weiteren Verlauf seiner Karriere auch so erfolgreich macht: Seine detailgetreuen Recherchen und die tollen, tiefgründigen Charakterzeichnungen. Keine Ahnung wie er es macht, aber jedes Mal hab ich sofort den Zugang zu Folletts Handlung und seinen Figuren gefunden, so lebendig, kurzweilig und aus einem Guß schreibt er. Auch gibt es bei ihm keine Schwarzweißmalerei, weshalb man als Leser anfangs noch nicht weiß wie man seine Sympathien verteilen soll. Hofft man darauf, dass die vermeintlich "Guten" den Spion zu fassen kriegen oder stehen wir auf Fabers Seite, der ja eigentlich auch seinen Dienst am Vaterland leistet? Zu meinem eigenen Erstaunen stelle ich immer wieder fest, dass ich bei jeder Lektüre dieses Buches letzterem die Daumen drücke und hoffe, er möge doch das auf ihn an der schottischen Küste wartende U-Boot erreichen. "Die Nadel" bleibt durchgängig spannend und gewinnt im weiteren Verlauf durch eingestreute Szenen mit u.a. Rommel, Churchill und Hitler noch an Authentizität. Selbiges gilt für den Zeitgeist, den Follett grandios einfängt. So zum Beispiel durch die Darstellung der Londoner Bevölkerung, die sich im Grauen des Bombenkriegs in herrlich trockenen, schwarzen Humor flüchtet und damit ihren Widerstandswillen beweist. "We will never surrender", prophezeite Churchill und getreu diesem Motto geben auch die Verfolger bis zum nervenzerreißenden Showdown auf einer kleiner schottischen Insel nicht auf. Das Ende ist zwar, aufgrund des wirklichen Geschichtsverlaufs, vorhersehbar und ließ mich dennoch völlig zufrieden zurück.

Insgesamt ist "Die Nadel" eine absolut spannende Spionagegeschichte, die von Anfang an bis Ende packt und in der selbst die dramatischen amourösen Verwicklungen den Gesamteindruck nicht zu schmälern vermögen. Ein leichtfüßiges, kurzweiliges Werk, das ich immer wieder gern lese und jedem Fan des Spionage-Thrillers nur ans Herz legen kann.

Spannend bis zum letzten Buchstaben - sagen Sie Ihre privaten Termine für einen Abend ab! 5
Selbst in Berlin gesteht man sich inzwischen ein dass die Landung alliierter Streitkräfte in Frankreich immer wahrscheinlicher wird - völlig unklar ist bisher jedoch die Hauptstoßrichtung eines solchen Angriffunternehmens.

Ken Follett versetzt den Leser sehr geschickt ins Kriegsjahr 1944, an der Seite des kaltblütigen Agenten Faber ("Die Nadel") spioniert man zuerst kreuz und quer durch Großbritannien, bei seiner "Arbeit" gelangt Faber an Informationen und Bilder, welche den Krieg entscheiden können - er muss persönlich beim Führer vorsprechen - er muss das Land verlassen - so schnell und unauffällig wie möglich - auf seinem Fluchtweg geht er über Leichen und hinterlässt Spuren - die englische Abwehr wird aktiv - ein absolut spannender Wettlauf durchs Land beginnt....

"Die Nadel" - ein Buch wie zwei parallel verlaufende Achterbahnen - auf der einen Seite flitzt der Flüchtige
dahin, auf der anderen Schiene folgt die Spionageabwehr und Sie als Leser wechseln ständig die Perspektive, während die Geschichte unaufhaltsam an Fahrt gewinnt.... - 5 Sterne!

Fesselnder Agenten-Thriller!5
Die deutsche Heeresleitung ist verunsichert: Alle Anzeichen deuten auf eine Landung der Alliierten in Europa - aber wo? Bilder der Luftaufklärung und abgehörte Funksprüche legen eine geplante Offensive in Calais nahe - Realität oder raffiniertes Täuschungsmanöver? Sollten die Briten wirklich einen derartigen Aufwand betrieben haben, um die Deutschen hinter's Licht zu führen?

Der einzige, der aus deutscher Sicht Licht ins Dunkel bringen kann, ist ein Spion mit dem Decknamen "Nadel" - geschickt genug, um an die benötigten Informationen zu kommen, misstrauisch und skrupellos genug, um bei Gefährdung dieser Informationsübergabe zu töten.
Als die britische Abwehr entdeckt, dass ein deutscher Spion aktiv ist und im Besitz welcher Informationen er ist, beginnt eine dramatische Hetzjagd...

"Die Nadel" ist einer der ersten Romane Ken Folletts und meiner Meinung nach einer seiner besten - Garant für zerkaute Nägel während und überhöhten Kaffeekonsum am Morgen nach der durchwachten Lesenacht!!